Sinfonieorchester - Festkonzert zum Tag der deutschen Einheit
Über die Veranstaltung
Festkonzert zum Tag der deutschen Einheit
Un-Vollendet!
Freitag, 3. Oktober 17 Uhr, Einführung Musik im Gespräch um 16.30 Uhr
Achim Fiedler, Leitung
Franz Schubert: Deutsche Tänze D 783 und 734
Norbert Burgmüller: Sinfonie Nr. 2 D-Dur
Franz Schubert: Sinfonie Nr. 7 h-Moll D 759 "Die Unvollendete"
Am 3. Oktober 1990 trat der Einigungsvertrag in Kraft, durch die DDR der Bundesrepublik Deutschland beitrat - ein historisches Datum, das sich nun zum 35. Mal jährt. Doch die Frage bleibt: Ist die deutsche Einheit wirklich vollendet? Dieses Thema greift ein Konzertprogramm auf, das sich mit dem Motiv der Unvollendetheit auseinandersetzt - in der Musik wie im gesellschaftlichen Kontext. Im Zentrum steht Franz Schuberts berühmtes h-Moll-Sinfonie,"Die Unvollendete" - eines der berühmtesten Fragmente der Musikgeschichte und Lieblingsstück vieler Konzertbesucher. Es kann kaum ein idealeres Werk zum 3. Oktober geben: Über alle Gegensätze und Unaufgelöstes hinweg den Blick aufs Ganze richten und so Einheit stiften. Los geht es mit einer Auswahl von Schuberts Deutschen Tänzen in der Orchesterfassung von Johann Herbeck, Wiener Hofoperndirektor und Komponist. Er hat die Unvollendete gefunden und uraufgeführt - mehr als vier Jahrzehnte nach ihrer Eröffnung. Ebenfalls unvollendet blieb das Scherzo aus der Sinfonie Nr. 2 D-Dur von Norbert Burgmüller - vervollständigt hat es Robert Schumann. Insgesamt lädt das Konzert dazu ein, über das Spannungsverhältnis von Vollendung und Fragment, Einheit und Unterschied nachzudenken.