"Vaterland" im guckloch-Kino
04.11.2026
20:15 - 22:00
Kulturzentrum Scheuer, VS-Villingen
Kalkofenstraße 3
Ticket
78050
Villingen-Schwenningen
Über die Veranstaltung
Spielfilm von Pawel Pawlikowski, wie Thomas Mann und seine Tochter Erika 1949 ins Nachkriegsdeutschland reisen.
Der Literaturnobelpreisträger Thomas Mann betritt damit nach 16-jähriger Abwesenheit im Exil erstmals wieder deutschen Boden. Im Film begleitet von seiner Tochter, die als Assistentin und Übersetzerin fungiert (in Wirklichkeit wurde Mann damals von seiner Ehefrau begleitet). Zum Goethe-Jubiläum ist er nach West- wie auch nach Ostdeutschland eingeladen. Er wird hofiert, aber auch umworben. Sowohl in Frankfurt wie auch in Weimar gibt es den Versuch, ihn zu instrumentalisieren. Frankfurt ist amerikanisiert, geschäftig, beinahe fiebrig darum bemüht, wieder Normalität auszustrahlen, obwohl ehemalige Nazis längst wieder fester Teil dieser neuen Ordnung sind. Während in Weimar Generäle und Funktionäre um seine Zustimmung buhlen.
Hanns Zischler spielt diesen Thomas Mann in der vielleicht besten Performance seiner Karriere. Man spürt, wie ihn diese Reise fordert, ohne dass er darüber spricht. Über dem Film liegt ein spürbares Gefühl der Fremdheit im eigenen Land. Die beeindruckende Sandra Hüller als Erika wirkt viel geerdeter und ist die Einzige, die Fragen an ihn stellt. Thomas Mann wahrt die Form. Erika fällt es zunehmend schwerer, dies auszuhalten, und daraus entsteht eine unglaubliche Spannung zwischen den beiden.
Für Erika und ihren Vater wird diese Reise zu einer Konfrontation mit Schuld, Verantwortung und der eigenen Vergangenheit – und zu einem Blick in die verwundete deutsche Seele.
Hanns Zischler spielt diesen Thomas Mann in der vielleicht besten Performance seiner Karriere. Man spürt, wie ihn diese Reise fordert, ohne dass er darüber spricht. Über dem Film liegt ein spürbares Gefühl der Fremdheit im eigenen Land. Die beeindruckende Sandra Hüller als Erika wirkt viel geerdeter und ist die Einzige, die Fragen an ihn stellt. Thomas Mann wahrt die Form. Erika fällt es zunehmend schwerer, dies auszuhalten, und daraus entsteht eine unglaubliche Spannung zwischen den beiden.
Für Erika und ihren Vater wird diese Reise zu einer Konfrontation mit Schuld, Verantwortung und der eigenen Vergangenheit – und zu einem Blick in die verwundete deutsche Seele.