"Golden Eighties" im guckloch-Kino
05.08.2026
20:15 - 22:15
Kulturzentrum Scheuer, VS-Villingen
Kalkofenstraße 3
Ticket
78050
Villingen-Schwenningen
Über die Veranstaltung
40 Jahre nach der Uraufführung zeigt das guckloch-Kino noch einmal den Spielfilm "Golden Eighties" der belgischen Regisseurin Chantal Akerman. Das bonbonfarbene Musical, das mit Rollenklischees von Frauen und Männern spielt, wurde von der "Cinématèque Belgique" aufwändig restauriert.
In einer fiktiven Ladenpassage der 1980er Jahre gibt es einen Frisörsalon, ein Modegeschäft, ein Kino und einen Kiosk. Während das Leben der „Frisösen“ sich in Klatsch und Tratsch um Liebe, Männer, Enttäuschungen und Hoffnungen erschöpft, ist die Salonbesitzerin Lili schon weiter. Sie hat ein Verhältnis zum verheirateten Eigentümer des Einkaufszentrums und lässt sich von ihm aushalten, hat aber die Mechanismen des Kapitalismus durchschaut und weiß sie anzuwenden.
Herr Schwartz und seine Frau, die das Modegeschäft betreiben, führen eine Zweckehe – er sagt das ganz offen – sein ganzes Handeln wird vom Wunsch nach wirtschaftlicher Expansion bestimmt. Als ein früherer Lover seiner Frau vorbeikommt, droht diese schwach zu werden, besinnt sich dann aber doch wieder auf den sicheren Hafen ihrer Ehe. Sodann gibt es noch den Sohn der beiden, der orientierungslos nach einer Frau sucht. Das ganze Geschehen wird von einem vierköpfigen Männerchor („Les Garçons“) singend kommentiert – was ein bisschen an den Chor der griechischen Tragödie erinnert und ein Verfremdungseffekt ist. Ein wunderbar leichter Sommerfilm, nicht ohne gesellschaftskritischen Touch.
Die 1950 geborene und 2015 verstorbene Regisseurin Chantal Akerman war die Tochter jüdischer Holocaust-Überlebender aus Polen. Nach einem abgebrochenen Filmstudium studierte sie in Paris Theaterwissenschaften. Sie hinterließ mehr als 40 Kurz- und Langfilme, viele davon Frauenporträts. Auf der Documenta 11 war sie mit einer Filminstallation vertreten. Ihre frühen Kurz- und Experimentalfilme vermieden bewusst traditionelle Erzählweisen, später gab sie diese Radikalität auf – Golden Eighties kennzeichnet stattdessen eine übertriebene Künstlichkeit.
Der Film läuft im französischen Original mit deutschen Untertiteln.
Herr Schwartz und seine Frau, die das Modegeschäft betreiben, führen eine Zweckehe – er sagt das ganz offen – sein ganzes Handeln wird vom Wunsch nach wirtschaftlicher Expansion bestimmt. Als ein früherer Lover seiner Frau vorbeikommt, droht diese schwach zu werden, besinnt sich dann aber doch wieder auf den sicheren Hafen ihrer Ehe. Sodann gibt es noch den Sohn der beiden, der orientierungslos nach einer Frau sucht. Das ganze Geschehen wird von einem vierköpfigen Männerchor („Les Garçons“) singend kommentiert – was ein bisschen an den Chor der griechischen Tragödie erinnert und ein Verfremdungseffekt ist. Ein wunderbar leichter Sommerfilm, nicht ohne gesellschaftskritischen Touch.
Die 1950 geborene und 2015 verstorbene Regisseurin Chantal Akerman war die Tochter jüdischer Holocaust-Überlebender aus Polen. Nach einem abgebrochenen Filmstudium studierte sie in Paris Theaterwissenschaften. Sie hinterließ mehr als 40 Kurz- und Langfilme, viele davon Frauenporträts. Auf der Documenta 11 war sie mit einer Filminstallation vertreten. Ihre frühen Kurz- und Experimentalfilme vermieden bewusst traditionelle Erzählweisen, später gab sie diese Radikalität auf – Golden Eighties kennzeichnet stattdessen eine übertriebene Künstlichkeit.
Der Film läuft im französischen Original mit deutschen Untertiteln.